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Prozesskontrolle

end, abort:
Ein Prozess muss die Möglichkeit haben seine Ausführung entweder normal oder anormal zu beenden. Wenn der Prozess aufgrund eines Fehler anormal beendet wurde, so schreibt das Betriebssystem einen Dump in das Dateisystem. Mit einem Debugger kann dann der Ablauf nachvollzogen werden und der Fehler möglicherweise erkannt werden.
load, execute:
Ein Prozess muss die Möglichkeit haben ein anderes Programm zu laden und zu starten. Die Frage die sich daraus ergibt ist, was passiert mit dem Prozess der den neuen Prozess anstößt, wird dieser Prozess gelöscht, wird er eingefroren oder darf er ``gleichzeitig weiterarbeiten''?

Ein Beispiel für das Einfrieren von Prozessen ist das Betriebssystem MS-DOS. Startet man ein Programm durch die Eingabe eines neuen Befehls, so bleibt der Prozess, der die Eingabe steuert solange eingefroren, wie der gestartete Prozess läuft. Genauso kann unter der Unixeingabeshell gearbeitet werden, wenn man den neue gestarteten Prozess nicht in den Hintergrund schiebt. Dies geschieht durch das Anfügen des & an den Befehl.

Das Anklicken eines Icons in Windows löst immer einen neuen Prozess aus, der gleichzeitig mit dem Prozess läuft der das Anklicken von Icons steuert.

Wenn ein Prozess eingefroren wird, so wartet er bis er die Kontrolle zurückbekommt und arbeitet dann weiter. Wenn Prozesse dagegen gleichzeitig weiterarbeiten, so handelt es sich um Multiprogramming.

create, terminate, get and set process attributes:
Beim Multiprogramming möchte man neben dem Erzeugen von neuen Prozessen, diese auch gerne kontrollieren können. So ist es möglich, den gestarteten Prozess wieder zu beenden oder deren Attribute, wie maximale Laufzeit oder Priorität, zu verändern.
Signale:
Es ist möglich Prozessen Signale zu senden, die z.B. das Weiterlaufen eines angehaltenen Prozess auslösen.
Speicher allozieren und freigeben:
Prozesse können Speicher allozieren und freigeben.


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Prof. Dr. Pluemicke 2003-05-10