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Implementierung von Directories

Wir wollen hier nun die Implementierungsmöglichkeit für die beiden Formen von Directory-Einträge vorstellen (vergleiche Abbildung [*]).

Sollen die Datei-Attribute im Directory-Eintrag beinhaltet sein, so muss ein solcher Eintrag, Platz reservieren für den Namen, für die Attribute und für die Adresse des erste Blocks.

Betrachten wir als Beispiel einen Directory-Eintrag des FAT-Datei-Systems:

Bytes 8 3 1 10 2 2 2 4
Dateiname Erweiterung Attribute Reserviert Uhrzeit Datum 1. Blocknr. Größe

Die zweite Variante, bei der die Attribute nicht im Directory-Eintrag gespeichert sind, wird beispielsweise in Unix verwendet. In Unix besteht ein Directory-Eintrag nur aus einer I-Node-Nummer und den Attributen. Die I-Node-Nummer ist die Adresse, an der sich der I-Node befindet. Zum besseren Verständnis betrachten wir hier als Beispiel die Suche nach der Datei /home/pluemick/mailbox.

Figure: Schritte bei der Suche nach /home/pluemick/mailbox
\begin{figure}\begin{center}
\epsfxsize15cm
\epsfbox{inodesuche}
\end{center}\end{figure}

Zunächst wird das Wurzel-Directory gesucht, um die I-Node-Nummer für home zu lesen. Dann wird in dem zugehörigen I-Node die Adresse des Blocks von home gesucht. home ist auch ein Directory. Es enthält daher wieder eine Tabelle mit I-Node-Nummern und den Dateinamen. Wir lesen die I-Node-Nummer von pluemick und besuchen den zugehörigen I-Node. In dem I-Node für pluemick ist wiederum die Adresse des Blocks verzeichnet. An dem Block befindet sich dann wieder eine Tabelle, da auch pluemick ein Directory ist. Hier finden wir für mailbox eine I-Node-Nummer, mit Hilfe derer wir den Anfangsblock der Datei mailbox finden.
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Prof. Dr. Pluemicke 2003-05-10